
Welpenspielstunde im GSV Lübeck – Kücknitz
Was ist das?
Der GSV führt bereits seit
Jahren Spielstunden für Welpen durch.
Beim Spielen mit den anderen
Welpen unterschiedlicher Rassen lernen sie die „Hundesprache“ ( Körper-, Beschwichtigungs-
und Lautsignale ) anzuwenden und zu respektieren. Aber auch der Bezug Mensch
und Hund soll gefestigt werden. Denn das Wichtigste im Leben Ihres Welpen
sollen Sie –der/die Hundeführer/in- sein, nicht die anderen Hunde.
Das Ziel dieser Prägungstage
ist ein gut sozialisierter Hund.
Der Aufbau einer Welpenstunde:
1.
Welpen bis zur 20. Lebenswoche
2.
Welpen ab der 20. Lebenswoche
In der Gruppe 1 wird
vorwiegend gespielt und nur zwischendurch ein paar Übungsminuten eingelegt. Wir
erklären Ihnen wie der Hund in spielerischer Form die Hörzeichen „Sitz, Platz
und Steh“ lernt, machen die Welpen mit den aufgebauten Geräten bekannt und
versuchen Ihnen zu helfen, den Bezug zu Ihrem Hund zu vertiefen. Dies natürlich
alles in einer lockeren Atmosphäre mit viel Lob, Spiel und Leckereien.
In der 2. Gruppe steht das
Spielen der Welpen weiterhin stark im Vordergrund. Die Hörzeichen werden
vertieft, und dazu kommt das Einüben der Leinenführigkeit. Je nach Alter und
Verhalten des Junghundes können weitergehende Übungsstunden parallel besucht
werden.

Der GSV bietet aber noch mehr:
Ø
Basisausbildung ( Unterordnung mit Ziel –Begleithundprüfung-
)
Ø
Vielseitigkeitsprüfungen
für Gebrauchshunde ( VPG ) oder kurz Schutzdienst
Ø
Fährtenarbeit
Ø
Turnierhundsport
Ø
Obedience
Sagt Ihnen eine Sportart zu,
fragen sie nach, eine/r unser/er Ausbilder/innen wird sie gerne informieren.
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Wie erziehe ich meinen Hund?
Stubenreinheit
Hier bringt der Welpe schon
die besten Voraussetzungen aus der Wurfkiste mit. Er hat gelernt, sein Lager
sauber zu halten.
Ihre Aufgabe ist es ihm zu
vermitteln, dass nun Ihre ganze Wohnung sein Lager ist. In den ersten Tagen ist
dies ein bisschen mühsam. Sie müssen den Hund genau beobachten. Vorsorglich
sollten Sie Ihren Welpen zu seinem Lösungsplatz bringen
Ø
nach dem Schlafen
Ø
nach dem Fressen
und
Ø
nach dem Spielen
Hat der Kleine an dem von
Ihnen ausgewählten Lösungsplatz sein Geschäft verrichtet, müssen Sie ihn
überschwänglich loben. Es hat sich als sehr nützlich erwiesen, hierfür auch ein
Hörzeichen zu konditionieren. Der Welpe wird schnell begreifen, was Sie von ihm
wollen. Auch nachts sollten Sie in der ersten Zeit „ein Ohr“ an Ihrem Welpen
haben, damit Sie mitbekommen, wann es ihm drückt.
Sollte auch mal etwas schief
gehen, übersehen Sie es einfach. Der Welpe hat es bestimmt nicht aus
Boshaftigkeit getan, sondern Sie haben nicht aufgepasst. Gelegentlich passiert
es, das Welpen, die eigentlich schon stubenrein sind,
bei übermächtiger Freude ( Begrüßung etc. ) oder auch bei starker seelischer
Belastung ( großer Angst ) urinieren. Auch dieses Problem löst sich meist mit
zunehmender Selbstsicherheit Ihres Hundes von alleine.
Dass der Lösungsplatz
natürlich nicht auf dem Fußweg, auf Parkwegen oder Kinderspielplätzen liegen
sollte ist selbstverständlich und nur mal nebenbei erwähnt.

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Aus dem Tagebuch eines jungen Hundes
Sonntag
07:30 Uhr Aufgestanden und Streckerchen gemacht, in den Garten gegangen. Bäumchen beschnuppert – roch fein – Bein gehoben.
08:00 Uhr Futternapf umgestoßen, alles pitsch-patsch, Haue gekriegt.
08:45 Uhr In Küche gewesen, rumgeschnuppert, rausgeflogen, Küche ist „Pfui“.
09:00 Uhr In Herrchens Arbeitszimmer gewesen, kleinen Teppich Fransen angeknabbert, rausgeflogen. Haue gekriegt, Arbeitszimmer ist auch „Pfui“.
09:30 Uhr In Diele kleine Pfütze gemacht, mit Nase eingetunkt worden, weil Pfütze in Diele machen „Pfui“, mich sehr geschämt.
09:45 Uhr Frauchen einen Handschuh genommen, damit gespielt, Frauchen wusste nicht, wo er war, ich auch nicht.
10:15 Uhr Zeitung von Couchtisch gezogen, feine Spieljagd mitgemacht bis ganz kleine Schnitzel, ist „Pfui“, Haue gekriegt.
10:45 Uhr Viel langweilig, nachgedacht, was tun, auf Couch gehopst und auf weiches Kissen gekuschelt, runtergeschmissen, rausgeflogen.
11:00 Uhr Stück altes Brot gekriegt, wollte aber lieber Leberwurst, Brot wurde wieder weggenommen, ich leise geknurrt, Haue gekriegt.
11:20 Uhr Wieder in Küche gewesen, da zu fein roch, sehr schöne Scheibe Fleisch genommen, wieder Haue gekriegt, Fleisch nehmen ist „Pfui“.
11:30 Uhr In Garten gegangen, fein gespielt, Mistkäfer verfolgt, Spinnen gefressen – schmecken nicht besonders – tiefes Loch gebuddelt, Hühnchen gejagt, alles sehr interessant, aber „Pfui“.
12:30 Uhr Allein auf Straße gerannt, fein mit Rossäpfeln gespielt, dann gefressen – muss sagen, aparter Geschmack – aber leider auch „Pfui“.
13:00 Uhr Hurra – zum Fressi gerufen worden – Hammelbacke mit Reis – großartig geschmeckt – Frauchen zum Dank Hände geleckt, Lecken ist „Pfui“.
13:30 Uhr Hausruhe von ganzer Familie, ich in Körbchen nachgedacht, festgestellt, alles „Pfui“ – wozu kleiner Hund auf der Welt ?!
Margret Hauff
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Betteln am Tisch
Fast jeder Hund versucht, von
dem leckeren Mahl seines Rudels etwas zu erwischen. Ersetzt gekonnt seinen treuen
Hundeblick ein, um Sie zu erweichen, ihm doch etwas von Ihrem Tisch zu geben.
Manch einer isst täglich mit seinem Hund nach dem Motto „Ich ein Stückchen
Leberwurst, du ein Stückchen Leberwurst“ und Hund und Familie fühlen sich wohl
dabei.
Beziehen Sie aber bitte in
Ihre Überlegungen um dieses Thema mit ein, dass sie auch mal Besuch am Tisch
sitzen haben, der ungern eine Hundeschnauze in der Nähe seines Tellers duldet.
Auch im Restaurant wird nicht jeder Verständnis haben.
Denn – was Sie Ihrem Hund
einmal erlauben bleibt erlaubt. Er kann nicht verstehen, dass betteln Montags
bis Freitags erlaubt ist, aber Samstags und Sonntags verboten.
Der Hund darf von keinem - auch nicht ausnahmsweise – vom Tisch etwas
bekommen. Haben Sie sehr kleine Kinder, denen unabsichtlich ab und zu mal etwas
zu Boden fällt, schicken Sie Ihren Hund während des Essens auf seinen Platz,
bis die Familie fertig ist.
Der Hund hat bei so einer
konsequenten Handhabung schnell gelernt, dass betteln sich nicht lohnt.

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Auf dem Sofa/Sessel liegen
Wenn der Famielienrat
sich für den Hund auf dem Sessel entschieden hat, denken Sie bitte an die Sache
mit dem „Rudelchef“ und testen Sie ab und zu mal aus, ob Ihr Hund den Sessel
auf Ihre Anweisung ohne zu murren räumt.
Mit im Bett schlafen
Viele Hunde schlafen bei
Ihren Besitzern im Bett. Dies muss jeder für sich entscheiden. Erlauben Sie
Ihrem Welpen mit Ihnen das Bett zu teilen, wünscht Ihr Hund dies auch, wenn er
ausgewachsen ist.
Heranrufen
Auch hier kommt Ihnen die
Natur des Hundes sehr entgegen. Er ist nämlich von Geburt an mit einem
„Nachfolgetrieb“ ausgestattet. Dieser Trieb hilft Ihnen, dem Hund das kommen
beizubringen. Der Welpe ist, wenn Sie ihm das nicht abgewöhnen, bestrebt bei
seinem Rudel zu bleiben.
Rufen Sie den Hund nur, wenn
Sie sicher sein können, dass er auch kommt, sonst holen Sie ihn lieber ab.
Kommt Ihr Hund bei Ihrem Ruf nicht, drehen Sie sich um und laufen ihm weg.
Verstecken Sie sich ruhig irgendwo, damit der Welpe Sie suchen muss. Der
gröbste Fehler ist, den Welpen immer wieder erfolglos zu rufen, weil er dann
lernt:
„Ich brauche nicht zu kommen, mein Rudel bleibt ja in
der Nähe!!!“
Der Welpe sollte immer
derjenige sein, der bemüht ist, Sie nicht zu verlieren. Es hilft natürlich
auch, wenn Sie sich während Ihrer Spaziergänge interessant für den Hund machen.
Ein Spielzeug oder ein Leckerli wirken oft Wunder, und Ihr Hund kommt immer
wieder gern zu Ihnen.
Machen Sie nicht den Fehler,
ihn jedes mal anzuleinen, nachdem Sie ihn gerufen
haben. Das Kommen zu Ihnen soll er in jedem Fall als angenehm empfinden.

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Die Pflege des Hundes
Fütterung
Die Futtermittelindustrie
stellt eine Vielzahl von Futtermitteln zur Verfügung, so dass für jeden Hund das
richtige dabei ist. Bei der Auswahl können sich entweder von Ihrem Züchter,
Ihrem Tierarzt oder im Futterladen kompetent beraten lassen.
Auch wie viel Sie füttern
sollten ist von Hund zu Hund verschieden. Die Angaben in den Futteranleitungen
können eine Richtschnur dazu darstellen. Sie müssen dann einfach ausprobieren.
Lässt Ihr Hund ein klein weinig im Schälchen zurück, sollten Sie die Ration
etwas kürzen. Schlingt er alles herunter und sucht verzweifelt nach mehr
Nahrung, war es zu wenig. Es gibt natürlich auch Hunde, die alles Essbare in
sich hineinschlingen, obwohl sie längst satt sind. Die oberste Angabe in der
Futteranleitung ist so hoch bemessen, dass diese nicht überschritten werden
sollte. Machen Sie ab und zu bei Ihrem Hund den „Rippentest“.
Ein Hund ist dann zu dick,
wenn man bei leichtem Auflegen der Hand auf seine Rippen diese nicht mehr
spürt.
Welpen bekommen zunächst noch
viermal täglich Futter, dies kann man dann langsam auf zwei Mahlzeiten pro Tag
reduzieren. Der Hund sollte nach dem Fressen ruhen. Wenn der Hund mit vollem
Magen tobt, kann es zu einer Magendrehung kommen, die oft mit dem Tod des
Hundes endet.
Denken Sie daran, dass dem
Hund Tag und Nacht immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht.
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Bewegung
Damit der Hund gesund bleibt,
muss er nicht nur richtig ernährt werden, sondern er braucht auch ausreichende
Bewegung. Mangelnde Bewegung wirkt sich negativ auf den Bewegungsapparat, auf
die Herz-Kreislauffunktionen, auf das Fell und die Haut und natürlich auf das
Gemüt Ihres Hundes aus.
Aber auch zu viel oder
falsche Bewegung kann schaden. Das gilt besonders für Welpen und Junghunde.
Welpen ermüden noch sehr schnell und Spaziergänge sollten lieber häufiger als
zu lang stattfinden.
Tabu für den Hund im ersten Lebensjahr
sollten außerdem ständiges Springen über Hindernisse oder Hürden sein.
Fahrradfahren und Überwinden der hohen Schrägwand, weil sich dies ungünstig auf
die Gelenke auswirkt, auch beim Treppensteigen sollten Sie Ihren Welpen solange
wie möglich tragen.
Fellpflege
Die Fellpflege hängt
natürlich von der Felllänge und Struktur ab. Beim Bürsten Ihres Hundes
entfernen Sie nicht nur Schmutz und totes Fell sondern regen auch die Durchblutung
der Haut an. Gleichzeitig kann man dabei den Hund eingehend nach Parasiten
untersuchen und auch darauf achten, ob er sich evtl. Verletzungen zugezogen
hat.
Beginnen Sie gleich mit der
Fellpflege des Welpen, auch wenn er Sie noch nicht nötig hat. Striegeln Sie ihn
sanft und reden mit ihm. Er soll die Fellpflege mit etwas Angenehmen verbinden.
Bürsten Sie anfangs nur kurz und steigern Sie dies langsam, bis Sie den Hund am
ganzen Körper berühren und auch untersuchen können.
Auch das Kontrollieren der
Ohren und Zähne sollten zur Routine werden. Gegen Zahnstein bei Hunden kann man
heute wunderbar vorbeugen. Es gibt dafür spezielle Fingerlinge mit denen man
die Zähne putzen kann oder auch Kaustreifen, die man dem Hund zum kauen gibt.
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Allein bleiben
Da der Hund ein Rudeltier ist
– und ein Rudel normalerweise immer zusammen bleibt – ist dass alleine lassen
des Hundes nicht artgerecht, aber in unserer heutigen Zeit lässt sich das nicht
immer vermeiden. Sie sollten aber wenigstens die ersten zwei Wochen, die Sie
mit Ihrem Welpen verbringen, versuchen, ihn nicht alleine zu lassen. Danach
gewöhnen Sie ihn langsam daran.
Dies geschieht in kleinen
Schritten. Erst geht man einige Minuten aus dem Zimmer und schließt hinter sich
die Tür. Langsam wird die Zeit gesteigert, die man den Welpen allein lässt. Die
beste Zeit dies zu üben ist, wenn er gefressen hat und sowieso ein Nickerchen
halten will. Machen Sie keine großen Gesten zur Verabschiedung, sondern gehen
Sie ruhig als wäre es das Normalste von der Welt. Hat Ihr Welpe sich tadellos
in Ihrer Abwesenheit benommen loben Sie ihn, gehen mit ihm spazieren oder
spielen mit ihm.
Kommen Sie möglichst nie dann
zurück, wenn der Welpe wimmert und kläfft, denn sonst verbindet er seine Lärmerei mit Ihrem Wiederkommen. Das ist manchmal recht
schwierig. Warten Sie, bis er kurz sein Kläffen unterbricht, um Luft zu holen.
Erst in diesem Moment öffnen Sie die Tür.
Auch wenn das alleine bleiben
gut klappt, lassen Sie ihn so wenig wie möglich allein und auch den erwachsenen
Hund nicht länger als 5 Stunden. Üben Sie das alleine bleiben in kleinen
Schritten und lassen Sie ihn nicht plötzlich nach Zeiten ungetrübter
Gemeinsamkeit für Stunden allein.

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Allgemeines
Bei allen Erziehungsmaßnahmen
sollten Die sich aber im Klaren sein, dass Sie immer konsequent sein müssen.
Ein Hund kann nur „ja“ oder „nein“ unterscheiden, das Wort „vielleicht“ können
wir ihm kaum klar machen. Sich als Autoritätsperson zu verhalten heißt aber
nicht, ihn durch Strafen zum gewünschten Verhalten bringen.
Genau das Gegenteil ist der
Fall, eine Belohnung ist im Prinzip alles, was es wahrscheinlicher macht, dass
der Hund in der gleichen Situation das gleiche Verhalten noch einmal zeigen
wird, das er ausführte, bevor die Belohnung erfolgte. Die Belohnung wirkt als
Verstärkung des gewünschten Verhaltens. Dabei ist es wichtig, dass die
Belohnung
sofort
erfolgt. Belohnen Sie jedes Mal, wenn Sie mit einer neuen Übung beginnen. Wenn
der Hund begriffen hat was er soll, können Sie ihn in unregelmäßigen Abständen
belohnen. Ganz wegfallen sollte die Belohnung jedoch nie.
Der Hund kann auf mehrere
Arten belohnt werden, Sie können ihn durch Ihre Stimme, durch knuddeln und streicheln. Sie können mit ihm spielen oder
auch ein Leckerli geben. Das ist von Hund zu Hund verschieden, und Sie müssen
herausfinden, auf was Ihr Hund am meisten anspricht.
Sollte doch mal eine Strafe
nötig sein, gilt das gleiche wie für die Belohnung. Dies kann geschehen durch
eine böse Stimme, Spielabbruch, den Schnauzgriff oder es hilft schon oft, wenn
Sie den Hund einfach eine Zeit lang nicht beachten.
Der Welpe kann nur durch
Beobachten und Erfahrungen lernen, die er miteinander verknüpft. Je eindeutiger
wir unsere Wünsche dem Hund zu verstehen geben, um so
schneller kommen wir zum gewünschten Erfolg!
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Die Sache mit dem Rudelchef !!!!
Jeder Hund braucht seinen
festen Platz in seinem Rudel, deshalb müssen Sie sich vom ersten Tag an wie ein
Rudelführer verhalten! Das heißt, dass Sie Autorität ausstrahlen müssen. Dies
hat jedoch nichts mit Gewalt ausüben zu tun, sondern damit, dass Sie sich in
allen Situationen als der Überlegene verhalten.
Sie bestimmen wo es lang geht !
Um Ihrem Welpen klarzumachen,
dass Sie der Rangoberste sind, müssen Sie darauf bestehen, dass der Hund einen
einmal erteilten Befehl ( wenn der Welpe gelernt hat, ihn zu verstehen ) auch
ausführt. Sollten Sie von vornherein nicht überzeugt sein, diesen Befehl in der
Situation durchdrücken zu können, verzichten Sie lieber darauf ihn zu erteilen.
Sie können Ihrem Hund im
täglichen Umgang seine untergeordnete Position immer wieder klarmachen:
Ø
Nehmen Sie schon
dem Welpen ab und zu die Futterschüssel oder den Kauknochen weg. Knurrt er, oder
schnappt er gar nach Ihnen verweisen Sie ihn mit einem scharfen „nein“. Genügt
dieses nicht, können Sie außerdem den Schnauzgriff anwenden. Wenn er sich
beruhigt hat, geben Sie ihm das Futter wieder. Dies versuchen Sie ab und zu mal
wieder, um zu überprüfen, ob er seine Lektion gelernt hat.
Ø
Wie schon gesagt
– Sie fangen das Spiel an und beenden es auch wieder !
Ø
Gehen Sie stets
als erster zur Tür hinaus und wieder hinein.
Ø
Sie setzen sich
auch einmal auf seine Decke oder in sein Körbchen, es darf nichts geben, was
für Sie tabu ist.
Ø
Hat Ihr Hund
einen Lieblingssessel erobert – schicken Sie ihn ab und zu mal runter, um zu
sehen, ob er widerspricht.
Ø
Liegt er Ihnen im
Weg – machen Sie keine Umwege um ihn herum, sondern lassen Sie ihn aufstehen.
Ø
Führen Sie selbst
keine überschwänglichen Begrüßungszeremonien durch, wenn Sie nach Hause zu
Ihrem Hund kommen. Es ist im Rudel üblich, dass die Rangniedrigsten ihrem Boss
die Ehre erweisen, wenn dieser zurückkommt. Dieser nimmt dies mit ruhiger
Duldung entgegen.
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Vom Umgang mit dem Hund
Um ein guter Begleiter in
allen Situationen des täglichen Lebens zu werden, muss der Welpe möglichst viel
von dem kennen lernen, was in seinem späteren Leben mal auf ihn zukommen
könnte. Deshalb sollten Sie den Welpen, wann immer es möglich ist, überall mit
hinnehmen. Er sollte das Warenhaus mit seinen Fahrstühlen, den Bahnhof mit den
ankommenden Zügen, Fußgängerzonen und auch stark befahrene Autostraßen kennen
lernen. Sie sollten mit ihm auch mal an einer Schule oder einem Kindergarten vorbeigehen,
damit auch lärmende und tobende Kinder nichts Neues für ihn sind. Sie sollten
natürlich darauf achten. Dass sie den kleinen Kerl nicht überfordern. Wenn sie
Ihren Welpen beobachten, merken Sie schnell, ob es ihm zu viel wird, oder ob er
neugierig und unbekümmert drauflos marschiert.
Zeigt der Hund in irgendeiner
Situation Angst ( z.B. eingeklemmte Rute, er versteckt sich zwischen Ihren
Beinen, er beginnt zu zittern ) trösten Sie ihn auf keinen Fall, und nehmen Sie
ihn auch nicht auf den Arm. Versuchen Sie ihm Sicherheit zu geben, indem Sie
selber neutral mit der Situation umgehen. Er muss an Ihrem Verhalten erkennen,
dass Sie keine Angst haben und auch für ihn kein Grund zur Panik besteht.
Lassen Sie Ihrem Welpen Zeit die Dinge zu ergründen, um die Angst zu verlieren.
Versuchen Sie eine feste
Bindung zu Ihrem Hund aufzubauen. Dass sie Ihren Hund sehr lieben nützt alleine
nichts. Sie müssen auch für ihn der beste Freund und Partner werden, damit der
Hund Vertrauen haben kann. Wenn diese Bindung da ist, werden Sie für Ihren Hund
stets im Mittelpunkt stehen und Ihr Hund wird alles tun, um Ihnen zu gefallen
und von Ihnen gelobt zu werden. Der Hund bringt als Rudeltier alles mit, sich
an Sie zu binden. Diese feste Bindung zum Hund entsteht durch gemeinsames Tun
und gemeinsames Erleben.
Gestalten Sie die Zeit, die
Sie mit Ihrem Hund verbringen abwechslungsreich. Gemeinsames spazieren gehen
lässt sich immer wieder neu gestalten. Gehen Sie nicht nur immer den gewohnten
Gang um den Block, streifen Sie auch abenteuerlich durch Feld und Wald mit
Versteckspielen und Ballwerfen !
Spielen mit dem Hund hat
nichts mit Kindereien zu tun; sondern der Hund braucht das Spiel um zu lernen.
Es ist wichtig zur Förderung der Intelligenz, für die Verständigung unter Artgenossen,
für die Beziehung zwischen Mensch und Hund und für die Erziehung des Hundes.
Bei dem Spiel mit Objekten (
z. B. Bälle, Lappen, Beißwurst ) reagiert der Hund sich ab. Er lebt seine Treibe
( Beute machen und tot schütteln ) aus, die er sonst nicht befriedigen kann.
Im Sozialspiel mit anderen
Hunden trainiert er die Hierarchie in einem Rudel zu erkennen und sich
entsprechend zu verhalten. Dies ist auf sein Menschenrudel übertragbar. Der
Welpe baut im Spiel z.B. eine Beißhemmung auf. Dies hat er im Umgang mit seiner
Mutter und seinen Geschwistern schon in der Wurfkiste angefangen. Wenn der
Welpe zu grob wurde, hat die Mutter ihn mit einem Schnauzgriff in seine
Schranken gewiesen, auch die Geschwister haben sich keine groben Frechheiten
gefallen lassen. Biss er zu fest zu, bissen auch sie kräftiger, oder sie fingen
fürchterlich an zu schreien, oder sie brachen das Spiel ab. Alle diese Dinge
waren für den Welpen negative Erfahrungen, dadurch hat er gelernt sanfter zu
werden.
Das gleiche gilt für das
Spiel mit Ihnen. Fasst er zu fest mit den Zähnen zu, sei es im Spiel oder wenn
er ein Leckerli aus der Hand nimmt, müssen Sie sofort reagieren. Entweder mit einem übertriebenen Schmerzensschrei,
einem strengen „nein“, mit dem Abbruch des Spiels oder mit dem Schnauzgriff.
Lassen Sie sich von Anfang an nicht von Ihrem Welpen traktieren, auch wenn er
noch so niedlich ist. Dem Gebiss eines ausgewachsenen Hundes hat Ihre Haut
nichts entgegenzusetzen.
Sie sollten darauf achten,
dass immer Sie es sind, der das Spiel beginnt und auch beendet. Bei Zerrspielen
lassen Sie den kleinen ruhig gewinnen, das ist gut für sein Selbstbewusstsein.

♥♥♥♥♥
Tierarztbesuch
Wir hoffen natürlich, dass
Sie das nie erleben werden, aber ganz ohne Tierarztbesuch geht es nicht.
Wenn sich Ihr Welpe etwas bei
Ihnen eingewöhnt hat, ist es an der Zeit ihm auch mal seinen „Onkel/Tante
Doktor“ zu zeigen.
Machen Sie aus diesem ersten Besuch
keinen Stress. Der kleine Kerl soll nur mal „hallo“ sagen, sein Leckerli
abholen und wider von dannen ziehen. Sprechen Sie dies vorher mit Ihrem
Tierarzt ab. Es ist wichtig, das der Welpe die erste Vorstellung beim Tierarzt
als angenehm empfindet, damit er nicht sein Leben lang Panik davor hat. Von
einem Fremden gleich beim ersten Besuch gepiekst zu werden, ist sicherlich
nicht angenehm und förderlich für das Vertrauen.
Bei diesem ersten Besuch
können Sie selbstverständlich die weiteren Impftermine und Gesundheitsvorsorgen
besprechen und zeitlich planen.
Der Impfschutz muss jedes
Jahr einmal aufgefrischt werden. Diesen Termin können Sie gleich zu einem
Gesundheitsscheck nutzen.

♥♥♥♥♥
Welpenauslauf >>
noch einige Tipps zum Welpentreff <<
Ø
Es wäre schön,
wenn Sie zu dem Treffen pünktlich kommen könnten. Ein Welpe, der sich in eine
schon gefundene Gruppe eingliedern muss, hat es sehr viel schwerer und es
bringt außerdem Unruhe in die Gruppe.
Ø
Versuchen Sie bitte,
regelmäßig teilzunehmen. Die Welpenzeit ist für das ganze spätere Leben Ihres
Hundes entscheidend. Diese Zeit ist sehr kurz, sie dauert ca. 16 Wochen.
Ø
Wir möchten Sie
bitten, vor dem Treffen nochmals mit Ihrem Welpen „Gassi“ zu gehen, da sonst
der Übungsplatz zum Hundeklo verkommt.
Ø
Es ist ratsam,
den Welpen ca. 2 Stunden vor dem Welpentreffen nicht mehr zu füttern. Auch
sollte er die Möglichkeit haben, sich
auszuruhen.
Ø
Das Treffen ist
für die Welpen körperlich und seelisch sehr anstrengend, deshalb sollte er auch
nach dem Spiel die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen und auszuruhen.
Ø
Denken Sie an die
Nachfolgeimpfungen, dass Ihr Welpe regelmäßig entwurmt wird und dass Sie ihn
von Ungeziefer (Flöhe, Zecken etc.) schützen.
Ø
Es hat keinen
Sinn zu kommen, wenn der Welpe sich nicht wohl fühlt (er hustet, bricht, hat
Durchfall). Eine beginnende Krankheit könnte dahinter stecken. Das Spiel würde
Ihren Welpen überfordern und außerdem könnte die Möglichkeit bestehen, dass er
andere Welpen ansteckt.
Ø
Bitte füttern Sie
fremde Welpen nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch den Besitzer.
Das Wichtigste zu Schluss
Ein oder mehrere Spielzeuge
mitbringen, die Ihr Welpe ganz toll findet und nur auf dem Hundeplatz bekommt.
Zur Belohnung Ihres Schützlings
„Superleckerlis“ (z.B. Würstchen, Käse)
Sollten Sie Fragen zur
Welpenerziehung etc. haben, fragen Sie uns ruhig „ein Loch in den Bauch“. Wenn
wir auch nicht alles wissen, aber wir bemühen uns, es herauszufinden.
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Zehn Bitten eines Hundes
an den Menschen
1.
Mein Leben dauert
zehn oder zwölf Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten.
Bedenke es, eh Du mich anschaffst!
2.
Gib mir Zeit, zu
verstehen, was Du von mir verlangst!
3.
Pflanze Vertrauen
in mich – ich lebe davon!
4.
Zürne mir nie
lange und sperr mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, den Vergnügen,
deine Freunde – ich habe nur Dich!
5.
Sprich manchmal
mit mir! Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die
sich an mich wendet.
6.
Wisse: Wie immer
an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie!
7.
Bedenke, eh Du
mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand
zu zerquetschen vermöchten – dass ich aber keinen Gebrauch von Ihnen mache.
8.
Eh Du mich bei
der Arbeit unwillig schiltst, bockig oder faul, bedenke: Vielleicht plagt mich
ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe
ein verbrauchtes Herz.
9.
Kümmere Dich um
mich, wenn ich alt werde – auch Du wirst einmal alt sein!
10.
Geh jeden
schweren Gang mit mir! Sage nie: „Ich kann so etwas nicht sehn“ oder „Es soll
in meiner Abwesenheit geschehen“. Alles ist leichter für mich mit Dir!