
Allgemeines
Bei allen Erziehungsmaßnahmen
sollten Die sich aber im Klaren sein, dass Sie immer konsequent sein müssen.
Ein Hund kann nur „ja“ oder „nein“ unterscheiden, das Wort „vielleicht“ können
wir ihm kaum klar machen. Sich als Autoritätsperson zu verhalten heißt aber
nicht, ihn durch Strafen zum gewünschten Verhalten bringen.
Genau das Gegenteil ist der
Fall, eine Belohnung ist im Prinzip alles, was es wahrscheinlicher macht, dass
der Hund in der gleichen Situation das gleiche Verhalten noch einmal zeigen
wird, das er ausführte, bevor die Belohnung erfolgte. Die Belohnung wirkt als
Verstärkung des gewünschten Verhaltens. Dabei ist es wichtig, dass die
Belohnung
sofort
erfolgt. Belohnen Sie jedes Mal, wenn Sie mit einer neuen Übung beginnen. Wenn
der Hund begriffen hat was er soll, können Sie ihn in unregelmäßigen Abständen
belohnen. Ganz wegfallen sollte die Belohnung jedoch nie.
Der Hund kann auf mehrere
Arten belohnt werden, Sie können ihn durch Ihre Stimme, durch knuddeln und streicheln. Sie können mit ihm spielen oder
auch ein Leckerli geben. Das ist von Hund zu Hund verschieden, und Sie müssen
herausfinden, auf was Ihr Hund am meisten anspricht.
Sollte doch mal eine Strafe
nötig sein, gilt das gleiche wie für die Belohnung. Dies kann geschehen durch eine
böse Stimme, Spielabbruch, den Schnauzgriff oder es hilft schon oft, wenn Sie
den Hund einfach eine Zeit lang nicht beachten.
Der Welpe kann nur durch
Beobachten und Erfahrungen lernen, die er miteinander verknüpft. Je eindeutiger
wir unsere Wünsche dem Hund zu verstehen geben, um so
schneller kommen wir zum gewünschten Erfolg!
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Die Sache mit dem Rudelchef !!!!
Jeder Hund braucht seinen
festen Platz in seinem Rudel, deshalb müssen Sie sich vom ersten Tag an wie ein
Rudelführer verhalten! Das heißt, dass Sie Autorität ausstrahlen müssen. Dies
hat jedoch nichts mit Gewalt ausüben zu tun, sondern damit, dass Sie sich in
allen Situationen als der Überlegene verhalten.
Sie bestimmen wo es lang geht !
Um Ihrem Welpen klarzumachen,
dass Sie der Rangoberste sind, müssen Sie darauf bestehen, dass der Hund einen
einmal erteilten Befehl ( wenn der Welpe gelernt hat, ihn zu verstehen ) auch
ausführt. Sollten Sie von vornherein nicht überzeugt sein, diesen Befehl in der
Situation durchdrücken zu können, verzichten Sie lieber darauf ihn zu erteilen.
Sie können Ihrem Hund im
täglichen Umgang seine untergeordnete Position immer wieder klarmachen:
Ø
Nehmen Sie schon
dem Welpen ab und zu die Futterschüssel oder den Kauknochen weg. Knurrt er,
oder schnappt er gar nach Ihnen verweisen Sie ihn mit einem scharfen „nein“.
Genügt dieses nicht, können Sie außerdem den Schnauzgriff anwenden. Wenn er
sich beruhigt hat, geben Sie ihm das Futter wieder. Dies versuchen Sie ab und
zu mal wieder, um zu überprüfen, ob er seine Lektion gelernt hat.
Ø
Wie schon gesagt
– Sie fangen das Spiel an und beenden es auch wieder !
Ø
Gehen Sie stets
als erster zur Tür hinaus und wieder hinein.
Ø
Sie setzen sich
auch einmal auf seine Decke oder in sein Körbchen, es darf nichts geben, was
für Sie tabu ist.
Ø
Hat Ihr Hund
einen Lieblingssessel erobert – schicken Sie ihn ab und zu mal runter, um zu
sehen, ob er widerspricht.
Ø
Liegt er Ihnen im
Weg – machen Sie keine Umwege um ihn herum, sondern lassen Sie ihn aufstehen.
Ø
Führen Sie selbst
keine überschwänglichen Begrüßungszeremonien durch, wenn Sie nach Hause zu
Ihrem Hund kommen. Es ist im Rudel üblich, dass die Rangniedrigsten ihrem Boss
die Ehre erweisen, wenn dieser zurückkommt. Dieser nimmt dies mit ruhiger
Duldung entgegen.
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Vom Umgang mit dem Hund
Um ein guter Begleiter in
allen Situationen des täglichen Lebens zu werden, muss der Welpe möglichst viel
von dem kennen lernen, was in seinem späteren Leben mal auf ihn zukommen
könnte. Deshalb sollten Sie den Welpen, wann immer es möglich ist, überall mit
hinnehmen. Er sollte das Warenhaus mit seinen Fahrstühlen, den Bahnhof mit den
ankommenden Zügen, Fußgängerzonen und auch stark befahrene Autostraßen kennen
lernen. Sie sollten mit ihm auch mal an einer Schule oder einem Kindergarten
vorbeigehen, damit auch lärmende und tobende Kinder nichts Neues für ihn sind.
Sie sollten natürlich darauf achten. Dass sie den kleinen Kerl nicht
überfordern. Wenn sie Ihren Welpen beobachten, merken Sie schnell, ob es ihm zu
viel wird, oder ob er neugierig und unbekümmert drauflos marschiert.
Zeigt der Hund in irgendeiner
Situation Angst ( z.B. eingeklemmte Rute, er versteckt sich zwischen Ihren
Beinen, er beginnt zu zittern ) trösten Sie ihn auf keinen Fall, und nehmen Sie
ihn auch nicht auf den Arm. Versuchen Sie ihm Sicherheit zu geben, indem Sie
selber neutral mit der Situation umgehen. Er muss an Ihrem Verhalten erkennen,
dass Sie keine Angst haben und auch für ihn kein Grund zur Panik besteht.
Lassen Sie Ihrem Welpen Zeit die Dinge zu ergründen, um die Angst zu verlieren.
Versuchen Sie eine feste
Bindung zu Ihrem Hund aufzubauen. Dass sie Ihren Hund sehr lieben nützt alleine
nichts. Sie müssen auch für ihn der beste Freund und Partner werden, damit der
Hund Vertrauen haben kann. Wenn diese Bindung da ist, werden Sie für Ihren Hund
stets im Mittelpunkt stehen und Ihr Hund wird alles tun, um Ihnen zu gefallen
und von Ihnen gelobt zu werden. Der Hund bringt als Rudeltier alles mit, sich
an Sie zu binden. Diese feste Bindung zum Hund entsteht durch gemeinsames Tun
und gemeinsames Erleben.
Gestalten Sie die Zeit, die
Sie mit Ihrem Hund verbringen abwechslungsreich. Gemeinsames spazieren gehen
lässt sich immer wieder neu gestalten. Gehen Sie nicht nur immer den gewohnten
Gang um den Block, streifen Sie auch abenteuerlich durch Feld und Wald mit
Versteckspielen und Ballwerfen !
Spielen mit dem Hund hat
nichts mit Kindereien zu tun; sondern der Hund braucht das Spiel um zu lernen.
Es ist wichtig zur Förderung der Intelligenz, für die Verständigung unter
Artgenossen, für die Beziehung zwischen Mensch und Hund und für die Erziehung
des Hundes.
Bei dem Spiel mit Objekten (
z. B. Bälle, Lappen, Beißwurst ) reagiert der Hund sich ab. Er lebt seine
Treibe ( Beute machen und tot schütteln ) aus, die er sonst nicht befriedigen
kann.
Im Sozialspiel mit anderen
Hunden trainiert er die Hierarchie in einem Rudel zu erkennen und sich
entsprechend zu verhalten. Dies ist auf sein Menschenrudel übertragbar. Der
Welpe baut im Spiel z.B. eine Beißhemmung auf. Dies hat er im Umgang mit seiner
Mutter und seinen Geschwistern schon in der Wurfkiste angefangen. Wenn der
Welpe zu grob wurde, hat die Mutter ihn mit einem Schnauzgriff in seine
Schranken gewiesen, auch die Geschwister haben sich keine groben Frechheiten
gefallen lassen. Biss er zu fest zu, bissen auch sie kräftiger, oder sie fingen
fürchterlich an zu schreien, oder sie brachen das Spiel ab. Alle diese Dinge
waren für den Welpen negative Erfahrungen, dadurch hat er gelernt sanfter zu
werden.
Das gleiche gilt für das
Spiel mit Ihnen. Fasst er zu fest mit den Zähnen zu, sei es im Spiel oder wenn
er ein Leckerli aus der Hand nimmt, müssen Sie sofort reagieren. Entweder mit einem übertriebenen
Schmerzensschrei, einem strengen „nein“, mit dem Abbruch des Spiels oder mit
dem Schnauzgriff. Lassen Sie sich von Anfang an nicht von Ihrem Welpen
traktieren, auch wenn er noch so niedlich ist. Dem Gebiss eines ausgewachsenen
Hundes hat Ihre Haut nichts entgegenzusetzen.
Sie sollten darauf achten,
dass immer Sie es sind, der das Spiel beginnt und auch beendet. Bei Zerrspielen
lassen Sie den kleinen ruhig gewinnen, das ist gut für sein Selbstbewusstsein.

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